Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften
e.V.

Über die Zukunft in der Rehabilitation mit und nach Corona wird am 05. November in Berlin digital diskutiert

Das 22. Rehabilitationswissenschaftliche Symposium der Gesellschaft für Rehabilitationswissen-schaften (GfR) e.V. und des Rehabilitationswissenschaftlichen Verbundes Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) findet auch in diesem Jahr coronabedingt in digitaler Form statt. Wir wollen Fachvertreterinnen und Fachvertreter zu den Langzeitfolgen von Covid-19 ins Gespräch bringen und Sie als Konferenz­teilnehmerinnen und Konferenzteilnehmer, können sich via Chatfunktion aktiv daran beteiligen.

Unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Karla Spyra von der Charité – Universitätsmedizin Berlin haben wir ein vielfältiges und interessantes Programm für Sie zusammengestellt. Wir freuen uns, Ihnen aktuelle Ergebnisse der Covid-19-Forschung mit Blick auf den Versorgungsbereich der Rehabilitation präsentieren zu können. Den Auftakt des Symposiums bildet die Keynote: „Genesen ist nicht gesund – Effizienz der Postcovid Rehabilitation“, von Frau Dr. Jördis Frommhold aus der MEDIAN Klinik Heiligendamm.

Im Anschluss daran findet eine Podiumsdiskussion statt: Frau Dr. Frommhold, Frau Prof. Dr. Kuhlmey von der Charité – Universitätsmedizin Berlin, Herr Dr. Schmidt von der MEDIAN Unter­nehmens­gruppe, Herr Prof. Dr. Völler von der Universität Potsdam und der Klinik am See sowie Frau Dr. Weinbrenner von der Deutschen Rentenversicherung Bund werden über die Zukunft mit und nach Corona diskutieren. Am Nachmittag geben uns dann Expertinnen und Experten differenzierte Einblicke in aktuelle Forschungsergebnisse zu den Auswirkungen der Sars-Cov2-Pandemie auf den Versorgungs­bereich der Rehabilitation. Insbesondere wird es auch darum gehen, welche Lehren aus wissen­schaftlicher und versorgungsorganisatorischer Sicht für die Zukunft gezogen werden können.

Im Rahmen des Symposiums wird auch in diesem Jahr der mit 5.000 Euro dotierte Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. vergeben. Die prämierte Arbeit wird Ihnen im Rahmen eines Kurzvortrages vorgestellt.

Wenn wir Ihr Interesse geweckt haben und Sie sich gern mit Expertinnen und Experten im virtuellen Raum über das aktuelle Thema „Corona und Rehabilitation“ austauschen möchten, freuen wir uns über Ihre Anmeldung! 

Das detaillierte Programm (Flyer) des Symposiums und das Anmeldeformular finden Sie hier im Downloadbereich. 


Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. erneut ausgeschrieben

Die Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften e.V. (GfR) lobt auch in 2021 wieder gemeinsam mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) den Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. aus. 

Das Preisgeld beträgt 5.000 Euro. Ausgezeichnet werden herausragende wissenschaftliche Arbeiten, die ein rehabilitationswissenschaftliches Thema behandeln, deren deutsch- oder englischsprachige Publikation in einer peer-reviewed Zeitschrift nicht länger als zwei Jahre zurückliegt. Das umfasst gemäß § 2 und § 3 SGB IX Untersuchungen zur Abwendung, Beseitigung, Minderung, Verhütung einer Verschlimmerung oder Verhütung negativer Folgen von Behinderungen einschließlich chronischer Erkrankungen. Methodisch können epidemiologische, institutionsbezogene, krankheitsbezogene, therapeutische oder teilhabeorientierte Arbeiten eingereicht werden. Es sind sowohl Eigenbewerbungen als auch Vorschläge Dritter möglich. Nähere Informationen finden Sie hier.


Erfolgreiches erstes digitales Reha-Symposium durchgeführt

„Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis – Chancen und Herausforderungen“: Das 21. Rehabilitationswissenschaftliche Symposium der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften  e.V. (GfR) und des Rehabilitationswissenschaftlichen Verbundes Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) fand am 30. Oktober 2020, bedingt durch SARS-CoV-2, unter besonderen Bedingungen statt. Erstmals wurde das Symposium als digitale Tagung angeboten. Mehr als 130 Teilnehmende verfolgten die Vorträge in dem innovativen Format. 

Prof. Dr. Wilfried Mau moderierte das erste digitale Reha-Symposium der GfR e.V. Foto: J. Neinaß

Prof. Dr. Wilfried Mau von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte ein vielseitiges Programm zusammengestellt, durch das er als Moderator der ersten Session führte. Da der wechselseitige Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis das dauerhafte Engagement aller Beteiligten erfordert, damit Innovationen in die rehabilitative Versorgung eingeführt werden und dort ihr volles Potenzial entfalten können, wurden interessante neue Projekte und Initiativen aus der Forschung und Weiterentwicklung der Lehre vorgestellt und diskutiert.

Allerdings wurde die Diskussion an die digitale Ausrichtung des Symposiums angepasst: Die Teilnehmenden konnten über eine Chat-Funktion ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Dr. Marco Streibelt, Deutsche Rentenversicherung Bund, betreute den Chat während der Veranstaltung redaktionell, um nach jedem Vortrag Nachfragen an die Referierenden zu formulieren. Die Keynote zum Auftakt des Symposiums hielt Dr. Rolf Buschmann-Steinhage zu „Anspruch und Realität praxisrelevanter Rehabilitationsforschung – Lösungsansätze aus verschiedenen Perspektiven für die erfolgreiche Umsetzung von Projektergebnissen“. Wie die Umsetzung von Rehabilitationsempfehlungen im Rahmen der Pflegebegutachtung gelingen könnte, zeigte André Golla, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, auf. Von der AOK Nordost und damit aus Sicht eines Leistungsträgers kommentierte dies Chris Behrens unter dem Titel „Verbesserung der Teilhabe von Pflegebedürftigen“.

Die Präsentationen der Vorträge zum 21. Rehabilitationswissenschaftlichen Symposium "Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis – Chancen und Herausforderungen" der Veranstaltung finden Sie hier.


Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave von der Charité
gewinnen Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V. 2021

Dr. Marco Streibelt (rechts) überreicht Torsten Rackoll (links) und Dr. Alexander Nave den Scheck und Blumen. Foto: Ariane Funke

Für ihre Publikation zu einer multizentrischen, randomisiert-kontrollierten Untersuchung zum Fitness-Training bei Patientinnen und Patienten in der Schlaganfallrehabilitation wurden Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave von der Charité - Universitätsmedizin Berlin während des Rehabilitationswissenschaftlichen Symposiums mit dem Forschungs- und Innovationspreis 2020 der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (GfR) e.V. ausgezeichnet. Die Laudatio für die Erstplatzierten hielt Brigitte Gross, Direktorin der Deutschen Rentenversicherung Bund, während der digitalen Veranstaltung via Zoom. Dr. Marco Streibelt überreichte den Wissenschaftlern vor Ort an der Charité - Universitätsmedizin Berlin den Scheck über 5.000 Euro, Urkunden und Blumen. 

Dr. Marco Streibelt (links) gratuliert Daniel Schindel mit Blumen und einer Urkunde zum zweiten Platz. Foto: Ariane Funke

Daniel Schindel von der Charité - Universitätsmedizin Berlin belegte den zweiten Platz beim Forschungs- und Innovationspreis der GfR e.V., der in Kooperation mit dem Rehabilitationswissenschaftlichen Verbund Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) ausgeschrieben wurde. Er hatte die Entwicklung der gesundheitsbezogenen Lebensqualität älterer Patienten mit Schlaganfall im ersten Jahr nach der Entlassung aus der neurologischen Rehabilitation analysiert, um relevante Einflussfaktoren für die Prognose der Lebensqualität zu identifizieren. Sein Artikel "Quality of life after stroke rehabilitation discharge: a 12‐month longitudinal study" erschien in der Fachzeitschrift Disability and Rehabilitation. Brigitte Gross von der Deutschen Rentenversicherung (DRV) Bund gratulierte ihm in ihrer Laudatio beim digitalen Symposium via Zoom. Dr. Marco Streibelt von der DRV Bund überreichte ihm vor Ort an der Charité - Universitätsmedizin Berlin die Urkunde und Blumen.

Josephine Otto von der Forschungsgruppe Psychosomatische Rehabilitation an der Charité - Universitätsmedizin Berlin hatte die Verteilung von Korrelaten und Mustern der Stressbewältigung bei Patientinnen und Patienten in der Psychosomatischen Rehabilitation untersucht. Sie publizierte ihre Ergebnisse unter dem Titel "Stressverarbeitungstypen unter Patienten in der psychosomatischen Rehabilitation" in dem Journal Fortschritte der Neurologie Psychiatrie und wurde dafür mit dem dritten Platz geehrt. Brigitte Gross beglückwünschte Josephine Otto, die ebenfalls digital zugeschaltet war, via Zoom. Die Blumen und eine Urkunde erreichten die Drittplatzierte per Post. 


Wer wir sind? Die GfR e.V. stellt sich kurz vor

Zweck der Gesellschaft ist die Förderung der Forschung und Lehre auf dem Gebiet der Rehabilitation. Zur Erreichung dieses Zwecks erfüllt die Gesellschaft die Aufgabe, die Rehabilitationswissenschaften als eigenständigen, interdisziplinären Wissenschaftszweig zu fördern und zu ihrer dauerhaften Etablierung in den beteiligten Regionen beizutragen. Nähere Informationen finden Sie hier.