Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften
e.V.

Erstes digitales Reha-Symposium erfolgreich: "Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis"

„Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis – Chancen und Herausforderungen“: Das 21. Rehabilitationswissenschaftliche Symposium der Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften  e.V. (GfR) und des Rehabilitationswissenschaftlichen Verbundes Berlin, Brandenburg und Mitteldeutschland (BBMD) fand am 30. Oktober 2020, bedingt durch SARS-CoV-2, unter besonderen Bedingungen statt. Erstmals wurde das Symposium als digitale Tagung angeboten. Mehr als 130 Teilnehmende verfolgten die Vorträge in dem innovativen Format. 

Prof. Dr. Wilfried Mau von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg hatte ein vielseitiges Programm zusammengestellt, durch das er als Moderator der ersten Session führte. Da der wechselseitige Transfer zwischen Wissenschaft und Praxis das dauerhafte Engagement aller Beteiligten erfordert, damit Innovationen in die rehabilitative Versorgung eingeführt werden und dort ihr volles Potenzial entfalten können, wurden interessante neue Projekte und Initiativen aus der Forschung und Weiterentwicklung der Lehre vorgestellt und diskutiert. Allerdings wurde die Diskussion an die digitale Ausrichtung des Symposiums angepasst: Die Teilnehmenden konnten über eine Chat-Funktion ihre Fragen stellen und Meinungen äußern. Dr. Marco Streibelt, Deutsche Rentenversicherung Bund, betreute den Chat während der Veranstaltung redaktionell, um nach jedem Vortrag Nachfragen an die Referierenden zu formulieren.

Die Keynote zum Auftakt des Symposiums hielt Dr. Rolf Buschmann-Steinhage zu „Anspruch und Realität praxisrelevanter Rehabilitationsforschung – Lösungsansätze aus verschiedenen Perspektiven für die erfolgreiche Umsetzung von Projektergebnissen“. Anschließend stellte Prof. Dr. Katja Nebe von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg die „Forschungsbrennpunkte zur Anwendung des Rechts zum inklusiven Arbeitsmarkt“ vor. Wie die Umsetzung von Rehabilitationsempfehlungen im Rahmen der Pflegebegutachtung gelingen könnte, zeigte André Golla, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, auf. Von der AOK Nordost und damit aus Sicht eines Leistungsträgers kommentierte dies Chris Behrens unter dem Titel „Verbesserung der Teilhabe von Pflegebedürftigen“.

Am Nachmittag, der von Prof. Dr. Matthias Richter, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, moderiert wurde, präsentierte Sebastian Bernert von der Charité - Universitätsmedizin Berlin das Projekt „Screening der Über 45-Jährigen zur Erfassung des Präventions- und Rehabilitationsbedarfs: Ergebnisse aus dem Praxistest“. Prof. Dr. Michael Linden, ebenfalls von der Charité - Universitätsmedizin Berlin, stellte den „Rehabilitationsbedarf bei Patienten in ambulanter Psychotherapie: Ergebnisse einer versorgungsepidemiologischen Studie“ vor. Über „Soziale Ungleichheiten im Zugang von medizinischen Rehabilitationsleistungen. Ergebnisse aus dem SPE-III“ referierte Jenny Markert von der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Die „Vermittlung interprofessioneller Kompetenzen“ thematisierte Dr. Susanne Weinbrenner von der Deutschen Rentenversicherung Bund. Im Anschluss sprach Prof. Dr. Wilfried Mau über „Rehabilitation im neuen Gegenstandskatalog Medizin und im NKLM“ und anschließend zeigte Laura Retznik, Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, „Stand und Perspektiven der rehabilitations-bezogenen Ausbildung nicht-ärztlicher Berufsgruppen“ auf. 

Im Rahmen des Symposiums wurde in diesem Jahr erneut der mit 5.000 EUR dotierte nunmehr 5. Forschungs- und Innovationspreis der GfR  e.V. durch Brigitte Gross, Deutsche Rentenversicherung Bund, vergeben. Die Preisträger Torsten Rackoll und Dr. Alexander Nave von der Charité - Universitätsmedizin Berlin stellten ihre prämierte Arbeit im Rahmen eines Kurzvortrages vor.

Dr. Marco Streibelt nutzte den wissenschaftlichen Rahmen und stellte einen neuen Förderschwerpunkt der Deutschen Rentenversicherung zur Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben vor. Prof. Dr. Heinz Völler, Universität Potsdam und Klinik am See, resümierte in seinem Schlusswort das gelungene Symposium und lud zur nächsten Veranstaltung am Freitag, 5. November 2021, an die Charité -  Universitätsmedizin Berlin ein. 


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